Sehr geehrte Damen und Herren,

am 27. Juni 2018 wurde Blei in die REACH-Kandidaten-Liste aufgenommen. Artikel 33 der REACH-Verordnung verpflichtet uns, da wir Halbzeuge mit einem Bleianteil von mehr als 0,1 Massenprozent liefern, Ihnen diese Information mitzuteilen.

Massives Bleimetall, z.B. als Bestandteil der metallischen Legierung eines Aluminiumhalbzeugs, gilt als reproduktionstoxisch, wenn die Konzentrationsgrenze von 0,3% Massenprozent überschritten wird. Die Einstufung von Blei als reproduktionstoxisch bedeutet jedoch nicht, dass eine unmittelbare Gefahr von bleihaltigen Werkstoffen ausgeht.

Die potentiell toxischen Eigenschaften von Blei als chemisches Element sind darüber hinaus seit Jahren bekannt und werden entsprechend berücksichtigt, u. a. in speziellen Arbeitsschutzgesetzgebungen. Die Informationspflicht durch REACH basiert also nicht auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ausschlaggebend ist die Tatsache, dass Blei von der Europäischen Chemikalienagentur auf die REACH-Kandidatenliste aufgenommen wurde. Ziel der Aufnahme ist es u.a. weitere Informationen über das Metall zu sammeln, z.B. über die in der EU verwendete Menge des Metalls. Sollten neue Erkenntnisse gesammelt werden, könnte die Verwendung von Blei zulassungspflichtig werden.

Gegenwärtig bleibt Blei weiter ein wichtiges Legierungselement für Aluminiumhalbzeuge. Bleihaltige Werkstoffe sind langerprobte Legierungssysteme, die eine Reihe technologischer Vorteile bieten, insbesondere erhöhte Zerspanbarkeit.

Es ist bislang technisch nicht möglich, das unbeabsichtigt in den Recycling-Strom eingebrachte Blei zu entfernen.

Seit einiger Zeit gibt es bleifreie alternative Legierungen auf dem Markt über die wir Sie gerne, bei Bedarf, informieren.

 

Weinstadt, den 10.08.2018

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